Spezielle Hörtestungen

Bei der Hirnstammaudiometrie (Electric Response Audiometrie / BERA ) liegt der Patient entspannt auf einer Liege. Mehrere Elektroden werden auf die Kopfhaut geklebt und mit dem Rechner verbunden. Über einen Kopfhörer werden kurze akustische Impulse (klickartige Töne) appliziert, die zu Potentialbildungen der durch das Gehirn ziehenden Hörbahn führen. Diese Potentiale werden vom Computer grafisch dargestellt.

  • Erkrankungen der Hörbahn (Akustikusneurinom, Kleinhirnbrückenwinkeltumor) können mit dieser Methode erfasst werden.
  • Bei Kindern kann der Test angewandt werden, um eine Aussage über das Hörvermögen zu ermöglichen, in dem die Hörschwelle gemessen wird.

Durch Ableitung der Otoakustischen Emissionen werden empfindliche Strukturen des Innenohres getestet, die als äußere Haarsinneszellen bezeichnet werden. Der Test ist innerhalb weniger Minuten durchführbar und eignet sich sehr gut zur Beurteilung des Hörvermögens bei kleinen Kindern. Der Test wird routinemäßig bei allen Neugeborenen durchgeführt werden, um angeborene Hörstörungen (Häufigkeit 1:1000) schnell zu erfassen und damit behandeln zu können.