Akupunktur

Auch in der westlichen Medizin ist die Akupunktur mittlerweile zu einer anerkannten Therapiemethode geworden, die immer mehr Anhänger findet. Viele Beschwerden lassen sich effektiv, schmerzfrei und ohne Nebenwirkungen behandeln. Die Wirkung der Akupunktur ist noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. Man geht davon aus, dass verschiedene Mechanismen wichtig sind:

  • Die im Bereich der 12 Energieleitbahnen (Meridiane) erfolgenden Nadelstiche führen zur Bildung von morphinartigen Substanzen (Endorphinen) sowie von Überträgersubstanzen an Nervenendigungen (Neurotransmitter). Die Substanzen wirken schmerzlindernd und psychisch entspannend.
  • Durch Nadelung von Akupunkturpunkten auf der Haut lassen sich über Reflexbögen auch die diesen Punkten zugeordneten inneren Organe beeinflussen.
  • Durch Nadelung an bestimmten Stellen werden Mechanismen zur Schmerzkontrolle aktiviert, die die Empfindlichkeit von Schmerzrezeptoren in bestimmten Hirnarealen reduzieren. Durch die Krankheit ausgelöste Schmerzimpulse werden dadurch blockiert und führen nicht mehr zu einer Schmerzempfindung. (Gate control theory).

 

 

 

 

 

 

 

Im HNO-Fachgebiet gibt es viele Beschwerden und Erkrankungen, die sich durch Akupunktur entweder als alleinige oder ergänzende (additive) Maßnahme behandeln lassen:

  • Gesichtsschmerzen (Neuralgie)
  • Kopfschmerzen, z.B. Migräne
  • Allergien der oberen und unteren Atemwege
  • Funktionsstörungen des Innenohres wie Hörsturz und Tinnitus
  • Schwindel (abhängig von der Ursache)
  • Gesichtsnervenlähmung
  • Schmerzhafte Funktionseinschränkung der Halswirbelsäule

Die Anzahl der Akupunktursitzungen ist von der jeweiligen Erkrankung abhängig und individuell unterschiedlich. Im Schnitt werden 5 bis 15 Behandlungen vorgenommen, die jeweils 20 bis 30 Minuten dauern.