ALLERGIE

Überschießende und unangemessene Reaktionen unseres Immunsystems auf an sich harmlose Substanzen wie Pollen, Milben, Schimmelpilze oder Tierhaare sind durch Allergien bedingt. Viele Allergiker leiden unter juckenden Augen, einer verstopften und triefenden Nase sowie asthmatischen Beschwerden.

Allergiediagnostik

Die Allergiediagnostik dient dazu, die krankheitsauslösenden Fremdstoffe zu identifizieren. Dazu werden mehrere Untersuchungen vorgenommen:

   

Hauttestungen (Prick-Test, Intracutantest, Scratchtest, Epicutantest)
sind die Grundlage der Allergiediagnostik. Proben verschiedener potentiell allergieauslösender Substanzen werden auf die Haut aufgebracht. Dann beobachtet man, ob eine allergische Reaktion auftritt, die sich durch eine Pustel oder Quaddel unterschiedlicher Größe darstellt.

 

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Bluttestungen werden vorgenommen, um eine spezifische Sensibilisierung durch Antikörperbildung gegen mögliche Allergene im Labor zu messen. Diese Messungen liefern exakte und gut reproduzierbare Ergebnisse und werden bei uns im praxiseigenen Allergielabor vorgenommen.

Diese serologische Diagnostik bietet den großen Vorteil, dass sie außerhalb des Körpers stattfindet und damit absolut nebenwirkungsfrei ist. Deshalb kann sie auch bei hochgradig sensibilisierten Patienten und Schwangeren  problemlos angewandt werden.

 

                                      

 

 

 

 

Provokationstestungen werden durchgeführt, um Allergene direkt am Auge, an der Nase oder an der Bronchialschleimhaut zu testen und die durch direkten Allergenkontakt am jeweiligen Organ entstandene Reaktion zu beurteilen.

Anwendung finden diese Testungen besonders dann, wenn trotz allergieähnlicher Beschwerden sowohl die Hautestungen und Laboruntersuchnungen negativ ausfallen.

 

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Fragen zu den diagnostischen Möglichkeiten bei allergischen Erkrankungen beatwortet Ihnen gerne unsere MTLA Frau Meike Hoffmann:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

Ausgehend von der Befundkonstellation bei der Allergiediagnostik ergeben sich mehrere Möglichkeiten zur Behandlung, die nachfolgend beschrieben werden:

  

Allergietherapie

Die Behandlung einer Allergie sollte nicht nur die aktuellen Beschwerden berücksichtigen, sondern auch den langfristigen Folgen Rechnung tragen, die sich aus einer nicht oder unzureichend behandelten allergischen Erkrankung ergeben können. Neben einer durch eine Allergie hervorgerufenen chronischen Nasennebenhöhlenentzündung ist der sog. „Etagenwechsel“ besonders gefürchtet, der zu einem schweren Asthma bronchiale führen kann. Der normalerweise harmlose und nur einige Wochen bestehende Heuschnupfen kann somit bei ausbleibender effektiver Therapie  ernsthafte  Probleme der unteren Atemwege auslösen.

Karenzmaßnahmen

Karenzmaßnahmen dienen dazu, die Allergenmenge, mit der der Körper konfrontiert wird, möglichst gering zu halten. Bei Pollenallergikern empfehlen wir Haarewaschen vor dem Zubettgehen und Schließen der Fenster, bei Milbenallergikern sollten milbendichtedichte Bettüberzüge (Encasing-Produkte) angeschafft und für wischbare Böden im Schlafzimmmer gesorgt werden.

Symptomatische Therapie

Bei der symptomatischen medikamentösen Therapie werden kortisonhaltige Nasen- und Bronchialsprays sowie entzündungshemmende Substanzen (Antihistaminika) in Form von Tabletten, Säften oder Tropfen eingesetzt. Durch diese Medikamente lassen sich die Symptome der Allergie wie Niesreiz, tränende Augen und Hustenreiz wirksam bekämpfen. Die Ursachen der Allergie, nämlich die Defizite des Immunsystems, werden dadurch nicht beeinflusst. Nach Absetzen der Medikamente treten die gleichen Beschwerden erneut auf, wenn die Allergenexposition noch vorhanden ist.

Spezifische Immuntherapie

Durch eine spezifische Immuntherapie, die auch als Hyposensibilisierung bezeichnet wird, lassen sich auch die Ursachen der Allergie behandeln. Das Prinzip der spezifischen Immuntherapie besteht darin, dass dem Körper wiederholt Allergendosen zugeführt werden, die zu einer Gewöhnung (Tolerenz) an das Allergen führen und damit die überschießende Reaktion des Körpers auf das Allergen allmählich abbauen. Die Allergenzufuhr erfolgt in der Mehrzahl der Fälle durch schmerzlose Spritzen in den Oberarm (subcutane Immuntherapie). Zunehmend gewinnt aber auch die sublinguale Immuntherapie an Bedeutung, bei der das Allergen in Form von täglich einzunehmenden Tabletten oder Tropfen über die Mundschleimhaut aufgenommen wird.